Gesundheit Spezial

Krisen-Hotline für Hochwasser-Betroffene

Die jüngsten Hochwasser haben die Menschen in den betroffenen Regionen völlig unvermittelt getroffen. Viele stehen damit neben etlichen anderen Herausforderungen auch vor der Situation, das Geschehen seelisch verarbeiten zu müssen.

Gemeinsam mit dem Eichenberg-Institut und Therapeuten der Dr. Ehrenwall’schen Klinik in Ahrweiler unterstützt die IKK Südwest von der Flutkatastrophe Betroffene in Rheinland-Pfalz mit einer Fluthilfe-Hotline. Viele Menschen sind hierbei nicht nur privat betroffen, sondern auch beruflich. So haben zahlreiche Betroffene ihre Arbeitsstätte oder gar ihr eigenes Unternehmen verloren.

Die kostenfreie psychologische Fluthilfe-Hotline lautet: 0800 729 5729.
Sie ist von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr für Sie erreichbar. Anrufen können unmittelbar Betroffene der Flutkatastrophe, belastete Helfer, aber auch Freunde und Angehörige von Betroffenen, die das Gefühl haben, psychologische Beratung zu benötigen.

Ziel der kostenfreien, telefonischen Soforthilfe ist es, möglichst schnell psychologische und professionelle Unterstützung zu leisten. Darüber hinaus können hierbei auch Anzeichen für langfristige psychische Erkrankungen erkannt und bei Bedarf auch bei der Suche nach ambulanten und stationären Psychotherapien vermittelt werden.

Das Besondere: die auf psychologische Traumata spezialisierten Therapeuten, die die Menschen an der Hotline betreuen, sind dabei größtenteils selbst Betroffene.
Viele arbeiten nicht nur im direkten Umfeld zu den Orten der Flutkatastrophe, sondern leben auch dort.

Markus Schmitt, Leitender Psychologe der Klinik: „Unsere Kollegen können dadurch natürlich die Situation der Menschen, von denen sie kontaktiert werden, sehr gut nachvollziehen. Zusätzlich zum fachlichen Know-How, mit dem die Therapeuten Soforthilfe leisten, spielt hier also eine ganz besondere menschliche Komponente eine Rolle, die es den Hilfesuchenden bei der Verarbeitung leichter machen kann.“